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Freitag, 24. Mai 2013

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40 JAHRE DEUTSCHER WERBERAT
Standpunkt zur Werbeselbstkontrolle

Rainer Brüderle [...] "Der Werberat ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Staat nicht in jedem Bereich gesetzlich aktiv werden muss, sondern es auch andere Wege gibt." [...]

Rainer Brüderle
MdB, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion


AKTUELL

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Medien: Die meisten im Plus

BERLIN (zaw) - Die Werbeeinnahmen der 13 vom ZAW erfassten Werbeträger erreichten 2011 eine gesamte Netto-Summe (ohne Rabatte / Mittlergebühren / Produktionskosten) von 18,93 Mrd € und damit ein Wachstum von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil dieser Verbreitungskosten für Werbung zu den Konsumenten mit Hilfe von Medien betrug wie im Jahr zuvor fast zwei Drittel sämtlicher Betriebsausgaben für mediale Markt-Kommunikation in Höhe von 29,92 Mrd €. Im Vergleich zum Vorjahr fiel 2011 etwas schwächer aus: Das Umsatzwachstum bilanziert mit den Werbeverlusten betrug in diesem Zeitraum 189 Mio € im Vergleich zum Vorjahr mit 377 Mio €. Acht Mediengattungen konnten ihre Netto-Werbeumsätze ausweiten (Vorjahr: zehn), fünf gerieten ins Minus (Vorjahr: drei).

TV hält die monetäre Spitze

Gemessen an den Netto-Werbeeinnahmen konnten 2011 die Fernsehveranstalter die größte monetäre Summe im Medien-Werbemarkt mit 3 981 Mio € (+0,7 Prozent) auf sich ziehen. Davon entfielen auf die Privaten 3 699 Mio € (Anteil: 93 Prozent), auf ARD
und ZDF 283 Mio € (Anteil: 7 Prozent).

Auffällig: Die Menge der gesendeten TV-Werbeminuten verringerte sich um 6,4 Prozent auf 1,79 Mio. Entsprechend rückläufig war ebenso die Anzahl der TV-Werbespots sämtlicher erfassten Fernsehveranstalter um 5,2 Prozent auf 3,60 Mio. Die durchschnittliche Spotlänge blieb wie im Jahr zuvor bei 30 Sekunden – vor zehn Jahren lag der Wert noch bei 23 Sekunden Länge. Bemerkenswert für die Debatte um die Bedeutung des Internet als Werbeplattform: Online-Dienste sind bereits an dritter Position der werbestärksten Investoren ins Fernsehen – nach Süßwaren und Pkw. Für die an zweiter Position rangierenden Tageszeitungen hat das Werbejahr 2011 keinen Sprung nach vorn gebracht. Die Netto-Werbeeinnahmen verringerten sich erneut, dieses Mal um 2,2 Prozent auf 3 557 Mio €. Zu dem Minusergebnis erheblich beigetragen haben die wichtigsten Werbeinvestoren der Tageszeitungen: Einzelne Handelsorganisationen fuhren ihre Werbeetats zurück, einige testeten punktuell andere Werbeträgergattungen für ihre Kommunikation mit den Kunden.

Netto Werbeeinnahmen 2009-2011

Die monetär drittstärkste Werbeträgergattung, Werbung per Post , betrat nach zwei Minusjahren mit Rückgängen der Werbeumsätze von 6,4 und 3,1 Prozent nun in 2011 wieder die Wachstumszone – wenn auch nur ansatzweise mit einem Netto-Werbevolumen von 2 988 Mio € und einem Stagnationsplus von 0,13 Prozent.

Die Anzeigenblätter erwirtschafteten einen Netto-Werbeumsatz von 2 060 Mio € und damit +2,4 Prozent. Sie übertrafen damit leicht das Vorjahresergebnis von +2,3 Prozent und liegen damit deutlich über dem durchschnittlichen Werbewachstum der Medien von 1 Prozent in 2011. Bei dem nachfolgenden Umsatzmilliardär, den Publikumszeitschriften , hielten sich die Netto-Werbeeinnahmen fast auf dem Niveau des Vorjahres mit 1 440 Mio € – ein leichter Verlust von 0,7 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr zumindest verringert haben sich die Netto-Werbeerlöse der Verzeichnismedien . Sie kamen auf 1 139 Mio €, was einem Verlust von 1,3 Prozent entspricht (Vorjahr: -2,5 Prozent). Alle weiteren Gruppen der erfassten Werbeträger lagen 2011 unterhalb der Grenze von 1 Mrd €: Online-Angebote 990 Mio € (+15 Prozent); Fachzeitschriften 875 Mio € (+2,2 Prozent); Außenwerbung 811 Mio € (+5,8 Prozent); Hörfunk 709 Mio € (+2,5 Prozent); Wochen- und Sonntagszeitungen 214 Mio € (-1,9 Prozent); Zeitungssupplements 85 Mio € (-0,8 Prozent) sowie Filmtheater 85 Mio € (+13,7 Prozent).


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